Spanien entdecken, wo Geschichte, Landschaft und regionale Kultur noch unmittelbar erlebbar sind. Die Provinz Zamora im Nordwesten Spaniens steht für romanische Baukunst, ursprüngliche Naturräume, Wein, Käse und aktive Erlebnisse am Duero. Bei dem Zamora MedienTreff 2026 in Berlin stellte Visit Zamora gemeinsam mit Tourismusexperten aus Spanien und Portugal die Region als Reiseziel für Kultur, Natur, Aktivurlaub und Genuss vor. Im Mittelpunkt stand auch eine neue grenzüberschreitende Reiseidee: Der Duero als verbindender Weg von Zamora und Toro über die spanisch portugiesische Grenzregion bis nach Porto und zum Atlantik.
Kastilien und León: Viel Raum für Entdeckungen
Nach der Begrüßung durch Álvaro Blanco Volmer, Botschaftsrat und Direktor des Spanischen Fremdenverkehrsamtes in Berlin, stellte Alberto Bosque Coello vom Ministerium für Kultur, Tourismus und Sport von Castilla y León die touristische Vielfalt der Region vor. Kastilien und León ist die flächenmäßig größte autonome Gemeinschaft Spaniens und verbindet historische Städte, bedeutende Kulturdenkmäler, renommierte Weinregionen und weite Natur und Gebirgslandschaften. Die Provinz Zamora liegt im Westen der Region direkt an der Grenze zu Portugal und ist von Madrid aus in rund eineinhalb Stunden mit dem Zug erreichbar.
Tourismustrends passen zu Zamoras Stärken
Prof. Dr. Rulf Treidel von der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld ordnete das touristische Profil Zamoras in aktuelle Reisetrends ein. Authentische Erlebnisse, Nachhaltigkeit und regionale Angebote spielen für viele Reisende eine wichtige Rolle. Damit treffen Slow Tourism, regionale Gastronomie und naturnahe Aktivitäten genau jene Bedürfnisse, die Zamora mit seinem vorhandenen Angebot bereits abdeckt. Auch der Astrotourismus eröffnet neue Perspektiven. Im Zusammenhang mit der Sonnenfinsternis im August 2026 rückt die Region zusätzlich als Ort für Himmelsbeobachtung in den Fokus.
Zamora: Romanik, Jugendstil und eine Geschichte mit europäischer Bedeutung
Die Stadt Zamora blickt auf eine außergewöhnliche Geschichte zurück. Bereits in römischer Zeit lag die Region an der Ruta de la Plata. Im Mittelalter wurde Zamora zu einem wichtigen politischen und militärischen Zentrum. Im Jahr 1143 wurde hier mit dem Vertrag von Zamora ein entscheidendes Kapitel der portugiesischen Geschichte geschrieben, als König Alfons VII. von León und Kastilien Afonso Henriques als ersten König Portugals anerkannte.
Die große Blütezeit Zamoras fiel in das 11., 12. und 13. Jahrhundert. Noch heute besitzt die Stadt einen außergewöhnlichen Bestand romanischer Bauten und ist Teil der europäischen Kulturroute Transrománica. Zu den prägenden Bauwerken gehört die Kathedrale, deren Bau 1151 begann. Ein zweites architektonisches Kapitel zeigt sich im Jugendstil. Nach 1900 entstanden zahlreiche repräsentative Gebäude, von denen heute 19 als besonders bedeutend gelten. Damit verbindet Zamora auf engem Raum mittelalterliches Erbe und die Stadtentwicklung der Moderne.
Zamora – die Stadt und Provinz zwischen Duero, Romanik und Geschichte
Wer Zamora als Provinz bereist, erlebt sehr unterschiedliche Landschaften. Der Duero prägt dabei Natur und Stadtbild gleichermaßen. Historische Orte, romanische Architektur und eindrucksvolle Aussichtspunkte liegen oft nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Die Arribes del Duero beeindrucken beispielsweise mit einer rund 100 Kilometer langen Flussschlucht und Felslandschaften, die bis zu 500 Meter tief eingeschnitten sind.
Die Stadt Zamora selbst verbindet ihre Lage am Fluss mit einem außergewöhnlichen historischen Erbe. Kathedrale, Festungsanlagen und zahlreiche romanische Bauwerke prägen das Stadtbild und machen die Verbindung von Landschaft, Geschichte und Kultur unmittelbar erlebbar.
Aktiv unterwegs und bewusst genießen
Zamora eignet sich besonders für Reisende, die Natur und Kultur verbinden möchten. Wandern, Fahrradtouren und Trekking gehören ebenso zum Angebot wie Baden an Naturbadestellen, Paddeln, Stand up Paddling, Bootfahren, Reiten oder Golf. Hinzu kommen Museen, Handwerk, Mühlen und Zeugnisse der Industriekultur. Gerade diese Mischung ermöglicht einen Urlaub, der nicht von einem Programmpunkt zum nächsten eilt, sondern Zeit für Landschaft, Begegnungen und regionale Besonderheiten lässt.
Genuss ist ein wichtiger Teil dieser Identität. Die Weinregionen von Zamora, Toro und Arribes del Duero, traditionelle Bodegas, regionale Produzenten und der Queso Zamorano machen Wein und Käse zu festen Bestandteilen des Reiseerlebnisses.
Der Duero: Eine Reise durch Raum und Zeit
Der Duero prägt Zamora landschaftlich, kulturell und historisch. Christoph Strieder stellte beim MedienTreff eine neue Reiseidee vor, die genau diese Verbindung aufgreift. Der Fluss wird dabei selbst zum roten Faden einer Reise. Sie beginnt in Zamora und Toro, führt durch die westlichen Landschaften der Provinz und die Grenzregion und setzt sich auf portugiesischer Seite entlang des Douro bis nach Porto fort. So entsteht eine Reise, bei der sich mit jeder Etappe Landschaft, Architektur, Kulinarik und Geschichte verändern, während der Fluss als verbindendes Element erhalten bleibt.
Voraussichtlicher Reiseverlauf:
Ankunft Madrid, weiter nach Salamanca (Stadttour)
Tag 2: Zamora – Kultur & Geschichte – Stadtbesichtigung
Tag 3: Zamora – Jugendstil & Käse-Workshop-die Stadt erleben
Tag 4: Toro & Urueña – Wein & Mittelalter
Tag 5: Lago de Sanabria – Naturerlebnis
Tag 6: Arribes del Duero – Grenzerlebnis Spanien/Portugal
Tag 7: Fermoselle→ Miranda do Douro (Portugal) – Ökologische Bootstour durch den „Gran Cañón de Europa
Tag 8: Miranda do Douro → Foz Côa → Pinhão – Prähistorische Felszeichnungen, Spaziergang durch Weinberge
Tag 9: Pinhão → Lamego – Igreja de Nossa Senhora dos Remédios (Barockkirche)
Tag 10: Lamego → Peso da Régua – Museu do Douro (Weinmuseum), Bootstour durch die Weinberge
Tag 11: Peso da Régua → Porto – Librería Lello, Sé-Kathedrale, Torre dos Clérigos.
Tag 12: Porto -Sé-Kathedrale (Panoramablick über die Stadt)-Rückflug
Vom spanischen Duero zum portugiesischen Douro
Auf portugiesischer Seite setzt sich die Reise mit neuen Landschaftsbildern fort. Sandra Lorenz, PR & Media Relations Manager DACH bei Visit Portugal, stellte die vielfältige Douro Region vor. Im Naturpark Douro Internacional prägen tiefe Schluchten und steile Felswände das Bild. Weiter flussabwärts folgen die bekannten Weinlandschaften mit terrassierten Hängen, traditionsreichen Weingütern und der Geschichte des Portweins. Stationen wie Lamego und Peso da Régua verbinden Kultur, Wein und regionale Traditionen.
Auch ohne Auto lässt sich der Douro intensiv erleben. Die Bahnstrecke verläuft über weite Strecken direkt am Fluss entlang. Bootsfahrten eröffnen zusätzliche Perspektiven auf Weinberge und kleine Orte. Mit Porto erreicht die Reise schließlich ihr maritimes Finale. Hier mündet der Douro in den Atlantik und schließt eine Route ab, die zwei Länder und zahlreiche Landschaftsräume miteinander verbindet.
Zamora als Ausgangspunkt für authentische Reisen
Zamora ist eine Destination, deren Stärke in der Verbindung vieler unterschiedlicher Erlebnisse liegt. Romanik und Jugendstil, Wein und Käse, Seen, Wälder, Flussschluchten und aktive Naturerlebnisse liegen nah beieinander. Dazu kommt die historische und geografische Nähe zu Portugal. So wird Zamora zum Ausgangspunkt für Reisen, die Spanien jenseits der bekannten Routen zeigen und zugleich den Blick über die Grenze öffnen.
Wer dem Duero von Zamora nach Westen folgt, erlebt einen Fluss, der Landschaften und Kulturen miteinander verbindet. Genau darin liegt die besondere Idee der neuen Route: eine Reise durch Raum und Zeit, von Zamora bis zum Atlantik.
Weitere Informationen: www.visit-zamora.de
Interessenten für die ab Oktober 2026 buchbare Reise wenden sich gerne an: redaktion@visit-zamora.de




